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Institut Chi

Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin & Manuelle Therapie

4142 Münchenstein, BL und in 8610 Uster, ZH --- Termine: Telefon 061/413 03 84

 


Techniken und Methoden...


...der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Es gibt in der TCM verschiedene Techniken, um das Chi (sprich Dschi, auch Qi geschrieben) zu beeinflussen. Chi wird oft mit "Energie" oder "Lebensenergie" übersetzt. Beide Begriffe sind unvollständig oder ungenau:

In der Chinesischen Medizin gibt es keine Trennung von Materie (Körper), Chi ("Energie") und Funktion. Da die chinesische Sprache eine bildhafte Sprache ist, kann mit einem Zeichen oder einem Begriff immer auch ein ganzes Konzept benannt werden (s. auch Yin und Yang).

In Europa schon seit Marco Polo mehr oder weniger bekannt, in Europa sicher jedoch am meisten verbreitet ist die Akupunktur, das Reizen von Körperpunkten und die Beeinflussung von Chi mit Hilfe von Nadeln. Ein grosser Teil der häufig benutzten Akupunkturpunkte liegen auf sogenanngen Leitbahnen oder Meridianen. Ein anderer Teil liegt in verschiedenen Körperarealen und ermöglichen die Beeinflussung von darunter oder in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Strukturen. Eine weitere Gruppe von Akupunkturpunkten ist Bestandteil sogenannter Mikrosysteme wie die Schädelakupunktur, die Ohrakupunktur, die Hand- und Fussakupunktur etc.

Die vermutlich älteste Technik der TCM ist die An-Mo / Tui-Na, die chinesische Körpertherapie. Sie hat, ähnlich wie die Akupunktur, eine rund 5000 jährige Geschichte und entstand aus der Beobachtung von Reaktionen des Körpers auf externe, manuelle Reize. Mit der An-Mo können sowohl muskuläre Beschwerden als auch Dysfunktionen von Yin und Yang, welche unter Umständen Organfunktionen beeinflussen können, behandelt werden.

Die heute in China bedeutendste Technik der TCM ist die Chinesische Kräutertherapie, auch Phytotherapie genannt. In einem der umfassendsten Werke der chinesischen Materia Medica, dem "Ben Cao" wurden über 11'000 Einzelsubstanzen beschrieben, darunter die verschiedensten Bestandteile von Pflanzen, Mineralien, Insekten, Tieren und Fossilien.

Von der Akupunktur und der An-Mo / Tui-Na nicht zu trennen ist die Moxibustion. Mit Hilfe von glühendem "Beifuss"-Kraut (Artemisia vulgaris) wird an bestimmten Punkten oder Arealen Wärme appliziert. Diese Technik intensiviert die Reize, die entweder durch die Akupunktur oder die An-Mo Körpertherapie gesetzt werden.

Ebenfalls nicht von der Akupunktur und der An-Mo / Tui-Na zu trennen, das heisst meist mit diesen Techniken kombiniert, wird Gua Sha eingesetzt. Mit Hilfe eines Kantigen Gegenstandes (Chinesischer Löffel oder ähnliches) werden unter Zuhilfenahme von speziellen z.T. ätherischen Ölen die schmerzenden oder zu beeinflussenden Körperareale gereizt, bis die oberflächlichen Blutgefässe eröffnet werden. Diese Technik soll Stagnationen beseitigen und Stoffwechselendprodukte durch die Haut ausscheiden.

Ebenfalls mit den oberflächlichen Techniken oft kombiniert wird das Schröpfen. Mit Hilfe von Schröpfgläsern oder Bambusrohren wird ein Unterdruck auf die Körperoberfläche gebracht. Unblutiges Schröpfen kann am ehesten mit der westlichen Bindegewebsmassage verglichen werden. Blutiges schröpfen, bei welchen vor dem Einsatz der Schröpfinstrumente die oberflächlichen Blutgefässe leicht eröffnet werden, gehört hingegen zu den ausleitenden Verfahren und hat eine ähnliche Wirkung wie Gua Sha.

Ebenfalls ausleitend wirkt der Einsatz von Blutegeln. Der zu den Ringelwürmern gehörende Blutegel kann dabei an Orten starker Stagnationen eingesetzt werden. Stockendes Blut wird vom Egel abgesaugt währenddem die Blutzirkulation lokal durch die vom Blutegel eingesetzten Blutverdünnenden Substanzen angeregt werden.

Tai Chi - Qi Gong - Zwei Begriffe, ein Ursprung, ein gemeinsames Ziel: Die Harmonisierung der Zirkulation von Chi im Körper durch Atmung, Bewegungung, Konzentration und Meditation.

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